Diplomatie
Spring School 2026:
Outer Space Cooperation in the Middle East
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Bewirb Dich jetzt bis zum 15. Februar 2026 mit elektronischen Bewerbungsunterlagen als PDF-Datei!
Vom strategischen Wettbewerb zur Zusammenarbeit im Weltraum
Die weltraumgestützte Infrastruktur übernimmt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben für unseren Planeten und ist für das Funktionieren moderner Industriegesellschaften unverzichtbar. Dazu zählt die fehlerfreie Navigation über globale satellitengestützte Navigationssysteme wie Galileo, GLONASS oder GPS (Global Positioning System). Darüber hinaus sind zentrale Bereiche wie die Energieversorgung, der Börsenhandel, Geldautomaten, die Wettervorhersage, die Erfassung von Daten und Trends zum Klimawandel sowie die Übermittlung kritischer Informationen an das Militär in hohem Maße von Satelliten abhängig. Diese Abhängigkeit von satellitengestützter Kommunikation, Datenerfassung und Krisenreaktion wird in Zukunft weiter zunehmen.
Mit der wachsenden Bedeutung von Weltraumressourcen steigt zugleich das Potenzial, Menschen, Institutionen, Systeme und Staaten durch strategische technologische Kontrolle zu beeinflussen. Der extraterrestrische Raum, oft als fünfte Domäne der menschlichen Zivilisation nach Land-, See-, Luft- und Cyberspace bezeichnet, entwickelt sich zunehmend zu einem Ort der Machtprojektion und Machtpolitik zwischen Staaten. Als neue Wettbewerbsarena ist der Weltraum dabei nicht nur den Spannungen zwischen den Großmächten ausgesetzt, sondern zieht auch Mittel- und Regionalmächte an, die sich von ihm erhebliche strategische Vorteile versprechen. Dies hat weitreichende wirtschaftliche, militärische und strategische Konsequenzen für die internationale Gemeinschaft.
Auch in der Region des Nahen Ostens gewinnt der Raumfahrtsektor zunehmend an strategischer Bedeutung. Investitionen in Raumfahrttechnologien fördern den wirtschaftlichen Fortschritt und die Entstehung neuer Industrien und Arbeitsplätze, während der Aufbau umfassender Weltrauminfrastrukturen erhebliche finanzielle Mittel erfordert und den Wettbewerb um begrenzte Ressourcen verschärft. Militärische Anwendungen im Weltraum verstärken zudem sicherheitspolitische Dilemmata und werden durch geopolitische Allianzen weiter beeinflusst. Gleichzeitig bietet die Raumfahrt auch Chancen für Kooperationen zwischen den Staaten der Region und eröffnet erhebliches Potenzial für wirtschaftlichen Fortschritt, Sicherheit, regionale Stabilität, technologische Innovation und internationale Zusammenarbeit.
Ziele
Diese Spring School wird die Raumfahrtpolitik und die strategischen Ansätze der Staaten des Nahen Ostens sowie die rechtlichen, militärischen, wirtschaftlichen und technologischen Herausforderungen untersuchen, um das Potenzial für eine Zusammenarbeit zwischen ihnen zu ermitteln.
Die Teilnehmer erhalten einen detaillierten Einblick in die Weltraumpolitiken im Nahen Osten und entwickeln in Workshops innovative Ideen für kooperative Ansätze zwischen den Staaten. Die Spring School findet in Kooperation mit der (Jungen) Gesellschaft für Sicherheitspolitik und dem Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn statt.
Teilnehmende
Junge Studierende aus verwandten Disziplinen (Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, etc.) aus dem Nahen Osten werden in die UN-Stadt Bonn eingeladen, um sich mit Studierenden aus Deutschland auszutauschen und innovative Ideen für mögliche Kooperationen zu entwickeln. Internationale Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft werden den Teilnehmern vertiefte Einblicke in die Raumfahrtpolitik geben. Diese Inputs bilden die Grundlage für die anschließenden Workshops.
Bewerbung
Voraussetzungen für Bewerber sind:
Bachelor-Abschluss oder gleichwertiger Abschluss (in Ausnahmefällen werden auch Bachelor-Studenten zugelassen)
Immatrikulation an einer Universität (Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, aber auch andere geisteswissenschaftliche Disziplinen, Philosophie, Naturwissenschaften, Technik)
Interesse an einem interdisziplinären Zugang zum Weltraum
Offenheit für neue Sichtweisen und Themen sowie die Fähigkeit zur Teamarbeit
Sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift
Bewerberinnen und Bewerber müssen einreichen:
Motivationsschreiben (max. 1 Seite) ODER ein fiktives diplomatisches Schreiben (siehe unten)
kurzer Lebenslauf (max. 2 Seiten)
Bescheinigung über die Immatrikulation an einer Universität,
Nachweis der Prüfungsergebnisse und Noten im aktuellen Studiengang des Bewerbers
Zeugnis des Bachelor-Abschlusses
Anstelle eines Motivationsschreibens bieten wir die Möglichkeit, uns ein offizielles (fiktives) diplomatisches Schreiben zu senden, in dem Sie in die Rolle eines Vertreters eines beliebigen Landes aus der Region des Nahen Ostens auf einer internationalen Raumfahrtkonferenz auf maximal einer Seite übernehmen.
Der Inhalt (z .B. aktuelle Herausforderungen, Möglichkeiten der Zusammenarbeit, diplomatische Strategien) und Form des Berichts sind Ihnen selbst zu bestimmen.
Bitte senden Sie Ihre elektronischen Bewerbungsunterlagen als eine PDF-Datei mit dem Betreff CfA Spring School [Ihr Nachname] bis zum 15. Februar 2026 an: sidiqie@ici-institute.de
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Die Spring School kombiniert Fachvorträge von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit interaktiven Workshop-Sessions, wo die Teilnehmenden ihr erworbenes Wissen praktisch anwenden können. Vorgesehen ist ebenso eine UN-Simulation.
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Ja. Für alle angenommenen Teilnehmer werden die Kosten für die An- und Abreise, den Transport vor Ort, die Verpflegung vor Ort sowie die Übernachtung in Bonn übernommen.
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Für alle angenommenen Teilnehmenden stellen wir ein offizielles Einladungsschreiben aus. Für die Beantragung des Visums ist der Teilnehmende verantwortlich. Visakosten erstatten wir zurück.
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Bei Rückfragen stehen wir gern jederzeit zur Verfügung unter sidiqie@ici-institute.de
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