Defining Eurasia’s Strategic Order: The Middle Corridor as a European Agenda for Stability, Peace, Security and Connectivity
Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen in Eurasien und anhaltender Störungen globaler Handelsrouten stand beim MSC Side Event „Defining Eurasia’s Strategic Order“ die strategische Bedeutung des Middle Corridor im Mittelpunkt. Die Diskussion beleuchtete, wie Konnektivität, wirtschaftliche Integration und politische Kooperation zu Stabilität, Frieden und Sicherheit in Europa und dem Südkaukasus beitragen können.
Auf dem Podium diskutierten:
S. E. Jeyhun Bayramov, Außenminister der Republik Aserbaidschan
I. E. Maka Botschorishvili, Außenministerin der Republik Georgien
Odile Renaud-Basso, Präsidentin der Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
Moderation: Dr. Mayssoun Zein Al Din, Direktorin der Academy of International Affairs NRW
Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass der Middle Corridor weit mehr ist als eine alternative Handelsroute zwischen Europa und Asien. Im Zentrum der Debatte stand vor allem die Frage, wie durch verstärkte Kooperation, wirtschaftliche Vernetzung und koordinierte Investitionen nachhaltige Stabilität im Südkaukasus gefördert werden kann. Konnektivität wurde dabei als politisches Instrument verstanden, das Vertrauen schafft, Reformprozesse unterstützt und regionale Zusammenarbeit vertieft.
Diskutiert wurde insbesondere, wie Europa gemeinsam mit den Staaten der Region eine gestaltende Rolle übernehmen kann, um den Middle Corridor zu einem Rahmen für langfristige Kooperation und Frieden zu entwickeln. Entscheidend seien transparente Strukturen, verlässliche Partnerschaften und eine strategische Verknüpfung von Infrastruktur, wirtschaftlicher Entwicklung und sicherheitspolitischer Verantwortung.