Zwischen Vielfalt und Zusammenhalt
Interreligiöse Bildung als Ressource für Demokratiebildung
In einer zunehmend vielfältigen Gesellschaft ist das Verständnis für unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Perspektiven entscheidend für ein funktionierendes demokratisches Miteinander. Interreligiöse Bildung eröffnet Menschen die Möglichkeit, jenseits von Vorurteilen und Klischees aufeinander zuzugehen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Konflikte konstruktiv zu bearbeiten.
Unser Ansatz betrachtet interreligiöse Bildung nicht nur als eine Form der Wissensvermittlung über Glaubensrichtungen, sondern als aktives Lernfeld für demokratische Kompetenzen. Dazu gehören die Fähigkeit zum Dialog, zur Empathie, zur kritischen Reflexion eigener Werte und zur Anerkennung der Rechte anderer. In Workshops, Seminaren und Bildungsformaten werden Teilnehmende befähigt, Vielfalt als Stärke zu erleben und aktiv zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen.
Die Förderung von interreligiöser Kompetenz ist somit nicht nur ein Beitrag zu mehr Toleranz, sondern eine konkrete Ressource für die Demokratiebildung. Indem Menschen lernen, in pluralen Gemeinschaften verantwortungsvoll zu handeln, leisten sie einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen, inklusiven und resilienten Gesellschaft.
Ziele der Konferenz
Rolle religiöser Bildung für demokratische Kulturen klären: Untersuchung, wie religiöse Bildung in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten – von Schulen über Gemeinden und Medien bis hin zu politischer Bildung und Zivilgesellschaft – Toleranz, kritisches Denken und demokratische Resilienz fördern kann.
Interdisziplinäre und interreligiöse Vernetzung stärken: Aufbau eines Netzwerks zwischen Religionspädagogik, Politikwissenschaft, Soziologie, Theologie, zivilgesellschaftlichen Initiativen und schulischen Akteuren, um gemeinsame Perspektiven für demokratische Bildung zu entwickeln.
Professionalisierung in der Praxis vorantreiben: Entwicklung praxisnaher Ansätze, wie Lehrkräfte und Praktiker religiöse Bildung gezielt für Demokratiebildung einsetzen und pluralitäts- sowie konfliktfähig gestalten können.
Handlungsempfehlungen formulieren: Erarbeitung realistischer Empfehlungen für Politik, Verwaltung, Bildungslandschaft und Zivilgesellschaft, um religiöse Bildung strukturell als Ressource für Demokratiebildung zu verankern.
Themen
Religiöse Bildung in der politischen Bildung: Potenziale für demokratisches Lernen
Interreligiöser Dialog als gesellschaftliche Praxis: Formen, Erfahrungen, Perspektiven
Schule als Ort gelebter Demokratie: Praktiken, Konflikte und Lösungen
Religiöse Bildung in Europa: Modelle, Erfahrungen und Vergleichsperspektiven in pluralen Gesellschaften
Zwischen Religion, Politik und Gesellschaft: Narrative, Emotionen und Polarisierung in der politischen Bildung
Digitale Räume, Religion und Demokratie: Chancen und Herausforderungen für Bildung und Öffentlichkeit